Mixed Media Photo Collagen
Mask
Unser Gesicht steht für Individualität und drückt Emotionen und Gefühle aus, wobei die Augen als Spiegel unserer Seele bezeichnet werden und wir durch sie subtile Beziehungen zu anderen Lebewesen erstellen.
Das Verbergen unseres Gesichts durch eine Maske oder einen Schleier ist deshalb eine sehr effiziente Technik, um unsere Identität zu verheimlichen, sei es bei einem Raubüberfall oder in spielerischeren Situationen, wie bei einer Verkleidungsparty. Die Maske bildet ausserdem auf einem archetypischen Niveau ein Gesamtes an Verhaltensmustern und Haltungen, die wir mehr oder weniger freiwillig konstruieren, um uns in der Gesellschaft identifizieren zu können.
Anhand der Serie Mask richtet Britta Dietsche ihre Studien auf die Interpretation des Blickes in Richtung einer persönlicheren Ebene aus. Mask besteht aus zwölf Variationen einer schönen Frau, welche ihren Blick auf jemanden gerichtet hat, der sich vor dem Bild befindet. Dieser visuelle Effekt erzeugt den Eindruck, dass die Frau in direktem Kontakt mit der sie betrachtenden Person steht. Das aus Zeitschriften entnommene Originalbild ist dennoch ein sehr konstruiertes Produkt, welches das Wesen der dargestellten Person versteckt oder verschleiert. Die Frau wird dadurch zu einer Metapher der Oberfläche des Kunstwerks, welche der eindeutige Ort für die Erzeugung von Illusion ist.










